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Selbstverteidigung Frau

Welche Kampfsportart ist für Frauen besonders geeignet? Kann ich mich als schwache Frau gegen einen starken Mann wehren? Welche Kampfkunst ist gut für Frauen? Wo finde ich eine Sportschule in der sich Frauen wohlfühlen? Wir beantworten hier alle deine Fragen. 

 

Was ist die beste Selbstverteidigung für Frauen?

Viele Frauen kennen Situationen, in denen sie sich nicht ganz wohlfühlen. Es wird dunkel, die Straße ist leer und plötzlich achtet man etwas genauer darauf, wer hinter einem läuft. Man überlegt, ob man wirklich noch allein joggen gehen möchte, sich so spät noch mit Freunden trifft oder ob man abends lieber ein Taxi nimmt, statt mit der S- oder U-Bahn nach Hause zu fahren.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl selbst.

Viele Frauen tragen deshalb den Wunsch mit sich herum, Selbstverteidigung zu lernen. Gleichzeitig kommen dabei jede Menge Fragen auf:

Was ist die beste Selbstverteidigung für Frauen? Kann ich mich als Frau überhaupt gegen einen körperlich stärkeren Mann wehren? Welche Kampfsportart ist dafür geeignet? Und wo findet ich eine Kampfsportschule, in der sich Frauen wohl fühlen?

Alles verständliche und völlig berechtigte Fragen.

Schauen wir uns die wichtigsten Punkte einmal ganz konkret an.

Kann sich eine Frau überhaupt effektiv gegen einen stärkeren Mann wehren?

Eine der größten Hürden ist oft der Gedanke:

„Was soll ich als Frau gegen einen Mann mit 80, 90 oder 100 Kilo ausrichten?“

Der Gedanke ist nachvollziehbar. Natürlich spielen Größe, Gewicht und Kraft bei einer körperlichen Auseinandersetzung eine Rolle.

Aber genau deshalb sollte Selbstverteidigung auch nicht auf einem fairen Kampf basieren.

Wenn zwei Menschen im Ring gegeneinander antreten, gelten Regeln. Beide wissen, dass gekämpft wird, beide sind vorbereitet und beide haben grundsätzlich vergleichbare Möglichkeiten.

Eine echte Gefahrensituation funktioniert völlig anders.

 

1. Selbstverteidigung ist nicht gleich Kampfsport

Im Kampfsport geht es – je nach Sportart – darum, einen Gegner innerhalb bestimmter Regeln zu besiegen. Man tauscht Schläge aus, tritt, ringt oder kämpft am Boden – möge der Stärkere gewinnen.

Selbstverteidigung verfolgt ein völlig anderes Ziel.

Du möchtest überhaupt nicht kämpfen.

Du möchtest eine gefährliche Situation möglichst früh erkennen, sie vermeiden oder deeskalieren. Du möchtest Abstand gewinnen und flüchten.

Und wenn das nicht mehr möglich ist, möchtest du dir eine Chance erkämpfen können, dich zu lösen und der Situation zu entkommen.

Das ist eine völlig andere Zielsetzung als: „Ich muss den anderen besiegen, indem ich ihn zu Boden ringe oder umhaue.“

 

2. Du musst nicht gewinnen – du musst entkommen

Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Unterschiede.

Du musst einen Angreifer nicht in einem fairen Kampf besiegen. Du musst nicht stärker sein, schneller boxen oder länger durchhalten.

Dein Ziel ist ein Zeitfenster zur Flucht.

Ein kurzer Moment, in dem dein Gegner nicht die volle Kontrolle hat, indem du dich lösen, Abstand schaffen und weglaufen kannst, kann bereits entscheidend sein.

Deshalb trainiert gute Selbstverteidigung nicht nur einzelne Techniken. Es geht auch darum:

  • Gefahren frühzeitig zu erkennen
  • Sich taktisch zu verhalten
  • Selbstbewusstsein zu entwickeln und Grenzen zu setzen
  • Situationen zu deeskalieren
  • Fluchtmöglichkeiten zu erkennen
  • unter Stress handlungsfähig zu bleiben
  • und sich notfalls körperlich zur Wehr zu setzen

 

Das ist eine völlig andere taktische Zielsetzung und eine ganze andere technische Herangehensweise. Das ist Selbstverteidigung – und nicht einfach nur „Kämpfen lernen“.

 

3. Du musst nicht stärker sein als dein Angreifer

Das bedeutet natürlich nicht, dass körperliche Kraft plötzlich keine Rolle mehr spielt. Ein körperlich deutlich überlegener Angreifer bleibt eine ernsthafte Gefahr.

Aber du musst nicht stärker sein als er, du musst nur stärker sein, als sein Wille weiterzumachen.

Du musst auch nicht „gewinnen“ um dich erfolgreich zu verteidigen.

Ein wichtiges Ziel kann bereits sein, eine Gelegenheit zur Flucht zu schaffen oder den Gegner dazu zu bringen abzubrechen und zu fliehen.

Und hier gibt es einen interessanten und für viele Frauen überraschenden Fakt:

Polizeiliche Statistiken zeigen, dass 8 von 10 Täter ihre Tat bei massivem Widerstand abbrechen.

Daszeigt, dass entschlossener Widerstand eine reale Chance bietet. Schreie laut und schlage um dich, so kräftig du kannst. Wenn du nun noch Ahnung davon hättest, wie und wo du am besten hinschlägst, erhöhen sich deine Chancen noch mehr.

Und genau deshalb ist es sinnvoll, nicht nur zu wissen, dass man sich wehren kann, sondern auch zu trainieren, wie du dich wehren kannst.

 

4. Technik kann körperliche Unterschiede teilweise ausgleichen

Ein weiterer wichtiger Punkt: Gute Selbstverteidigung sollte nicht darauf beruhen, dass du einfach nur stärker zuschlägst.

Es geht nicht um irgendwelche geheimen „Supertechniken“, mit denen eine 50-Kilo-Frau jeden 100-Kilo-Mann problemlos außer Gefecht setzen kann.

Solche Versprechen wären unseriös.

Aber du kannst lernen, deine körperlichen Möglichkeiten besser auszuschöpfen, eine kraftvolle Köpermechanik zu entwickeln, und in einer Stresssituation gezielter zu handeln.

Und du kannst lernen, nicht erst dann zu reagieren, wenn die Situation bereits völlig eskaliert ist.

Zudem sind die besten Angriffsziele in der Selbstverteidigung (im Wettkampfsport sind diese alle als Ziel verboten!), bei allen Menschen gleich empfindlich, egal ob groß oder klein, schwach oder stark. Wenn du weißt, was du zu tun hast, kannst du auch mit weniger Körperkraft eine sehr hohe Wirkung erzielen und auch einen deutlich stärkeren Gegner außer Gefecht setzen.

Das sind viele Gründe, warum ein gutes Selbstverteidigungstraining gerade für Frauen sehr sinnvoll sein kann. Aus unserer Sicht sollte jede Frau mal eine Zeit lang ein gutes Selbstverteidigungstraining besucht haben.

Welche Art von Selbstverteidigung ist für Frauen besonders geeignet?

Viele Kampfsportarten schreiben sich auf die Fahne, auch für Selbstverteidigung geeignet zu sein. Unterm Strich sind es dann aber doch einfach traditionelle Kampfkünste, die in ihrem Technik-Repertoire auch ein paar Selbstverteidigungstechniken haben. Natürlich kannst du auch hier wertvolle Fähigkeiten lernen, aber eigentlich ist nicht das, was du brauchst.

Kampfsport und Selbstverteidigung sind nicht dasselbe.

Wenn dein Hauptziel Selbstschutz ist, würde ich gezielt nach einem echten Selbstverteidigungssystem suchen. Ein gutes Selbstverteidigungstraining sollte nicht nur gelegentlich einzelne Selbstverteidigungstechniken zeigen, sondern möglichst viele unterschiedliche Situationen abdecken.

Wie verhalte ich mich, wenn ich alleine bin und jemand hinter mir geht, was ist, wenn mir eine Gruppe Angst macht, wie verhalte ich mich, wenn ich angesprochen werde?

Was mache ich, wenn mich jemand von vorne, von hinten oder von der Seite packt?

Was, wenn jemand mich gegen eine Wand drückt?

Was, wenn ich zu Boden gehe?

Was, wenn jemand mich schlägt, an den Haaren zieht, würgt oder an deiner Kleidung reißt?

Was ist, wenn es zwei Angreifer sind?

Was, wenn Waffen ins Spiel kommen?

Viele schwierige Situationen, aber nur eine wichtige Frage: Wie komme ich möglichst schnell und heile aus dieser Gefahrensituation heraus?

Genau deshalb ist Krav Maga für viele Menschen interessant. Ursprünglich entwickelt, um Polizisten und Soldaten in kurzer Zeit verteidigungsfähig zu machen, hat es sich auch im zivilen Bereich schnell den Ruf einer sehr effektiven Selbstverteidigung erworben.

Warum Krav Maga für Frauen besonders interessant sein kann

Krav Maga wurde als pragmatisches Selbstverteidigungssystem entwickelt.

Es geht nicht darum, kunstvolle Techniken zu lernen oder mit Geduld und Ausdauer einem langen traditionellen Weg zu folgen. Es geht darum, unter realistischen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben, umzuschalten, Energie freizusetzten, Schwachstellen auszunutzen, zu entkommen.

Deshalb spielen neben den körperlichen Techniken auch Prävention, Wahrnehmung, Deeskalation, Stresskontrolle und Fluchttaktiken eine wichtige Rolle.

Und natürlich hat das Training noch einen angenehmen Nebeneffekt:

Du wirst dabei ziemlich fit.

Schlagpolster, Partnerübungen, Kraft, Koordination und intensive Drills können ein richtig gutes Workout ergeben.

Du trainierst also nicht nur deine Selbstverteidigungsfähigkeiten, sondern tust gleichzeitig etwas für deine Fitness.

Win-win.

Wo kann ich als Frau trainieren, ohne mich unwohl zu fühlen?

Das ist mindestens genauso wichtig wie die Frage nach dem Selbstverteidigungssystem.

Denn das beste Training bringt dir wenig, wenn du dich dort nicht wohlfühlst und deshalb nach ein paar Wochen nicht mehr hingehst.

Kampfsportschulen können von ihrem Klientel sehr unterschiedlich sein. Manche sind wahre Männerhöhlen, wo man das Testosteron schon riecht, wenn man die Tür aufmacht. Das ist vermutlich nicht das, was du suchst.

Wenn du dich für eine Sportschule interessierst, schau deshalb nicht nur auf das System, schau dir auch die Menschen an und höre auf dein Bauchgefühl.

Wie gehen die Trainer mit Einsteigerinnen um?

Wie ist die Atmosphäre?

Wie gehen die Teilnehmer miteinander um?

Fühlst du dich willkommen?

Der Frauenanteil kann ein guter Hinweis sein

Natürlich sagt der Frauenanteil allein noch nichts über die Qualität einer Sportschule aus. Aber wenn du dich in einer Schule umschaust und dort viele Frauen regelmäßig trainieren, ist das zumindest ein Zeichen dafür, dass sich Frauen dort offenbar wohlfühlen.

Bei uns in der ACADEMY Sportschule Hamburg ist das Verhältnis von Männern und Frauen nahezu ausgeglichen. Darauf sind wir tatsächlich ziemlich stolz.

Denn wir möchten, dass sich bei uns jeder wohlfühlt. Hier geht es nicht um gewinnen und das eigene Ego, hier steht die Community im Vordergrund, nette Leute, sich gegenseitig unterstützen und motivieren, zusammen schwitzen, lachen und Spaß haben – und effektive Selbstverteidigung lernen. Das ist wofür wir stehen. Das ist warum Frauen sich hier wohl fühlen.

Immer wieder hören wir, dass die größte Hürde eigentlich der erste Schritt war.

Die Sorge, dass alle anderen viel besser sind.

Die Angst, sich zu blamieren.

Die Frage, ob die Atmosphäre unangenehm sein könnte.

Und dann kommt nach dem ersten Training häufig eine ganz andere Rückmeldung:

„Wenn ich vorher gewusst hätte, wie nett hier alle sind und wie viel Spaß das macht, hätte ich schon viel früher angefangen.“

Höre auf dir nur zu wünschen, dich sicherer fühlen zu können. Du kannst etwas für dich tun, für deine Sicherheit, für dein Wohlbefinden.

Zum Schluss noch einen letzten sehr wichtigen Punkt:

Du musst nicht erst selbstbewusster oder fitter werden, bevor du Selbstverteidigung trainierst.

Du musst nicht fit sein.

Du brauchst keine Kampfsporterfahrung.

Und du musst schon gar keine Lust darauf haben, dich mit anderen zu prügeln.

Du kannst einfach anfangen.

Bereits nach kurzer Zeit wirst du neue Bewegungen gelernt haben, deine Körpermotorik verbessern, fitter werden und Situationen meistern, die dir vorher völlig fremd waren oder auch geängstigt haben.

Und vielleicht stellst du irgendwann fest, dass sich nicht nur deine körperlichen Fähigkeiten verändert haben.

Dein Auftreten.

Deine Aufmerksamkeit.

Dein Selbstbewusstsein.

Und vor allem das Gefühl:

„Ich weiß, was ich tun kann, wenn es darauf ankommt. Ich weiß, dass ich mich notfalls wehren kann.“

Das ist wahrscheinlich eine der wertvollsten Dinge, die Selbstverteidigung dir geben kann.

Probiere es einfach aus!

Wenn du wissen möchtest, ob Krav Maga zu dir passt, komm zu einer Probestunde in der ACADEMY Sportschule Hamburg.

Du musst nichts können. Du musst nicht fit sein. Du musst keine Kampfsporterfahrung haben. Du musst nur den ersten Schritt machen.

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Wir freuen uns auf dich.