Blog

Weglaufen? Ja, sofern es möglich ist.
Hier erfährst du, wo das Problem mit dem Weglaufen ist.

 

Warum Weglaufen oftmals keine Option ist

Wenn man auf das Thema Selbstverteidigung kommt, ist auch schnell die Antwort zu hören: "Ich würde einfach weglaufen." Vielleicht ist auch das bisher deine Antwort gewesen.

Um es ganz klar zu sagen: Grundsätzlich sollte Weglaufen immer die erste Wahl sein. Leider ist aber genau dies nicht immer möglich. Hier erfährst du, wie du dich in Gefahrensituationen verhalten solltest, wann du weglaufen solltest und wo die Grenzen dieser Taktik sind.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Die Profis bei der Polizei und im Militär werden mit speziellen Konzepten geschult, die ihre situative Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft erhöhen. Das verschafft ihnen im Fall der Fälle wertvolle Sekunden, die den entscheidenden Unterschied ausmachen können. Zivilisten können solche Konzepte beispielsweise im Krav Maga Training erlernen. 

Anders als viele fälschlicherweise annehmen, geht es im Krav Maga nicht nur um Schlagen und Treten. Situationen rechtzeitig erkennen und einordnen, deeskalieren, den eigenen mentalen Stress managen, Handlungsoptionen sondieren, Fluchtmöglichkeiten erkennen – all das ist ebenfalls Teil des Trainings.

Weglaufen ist die beste Verteidigung

Wenn du etwas wahrnimmst, was dich verunsichert oder dir Angst macht, dann mache einen Bogen darum. Es ist kein Zeichen von Feigheit einer Gefahr auszuweichen. Es ist ein Zeichen von Dummheit, sich wider besseren Wissens in eine Gefahr zu begeben. Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf.

Abstand bietet Sicherheit

Je mehr Abstand du zu einer potenziellen Gefahr hast, desto besser - logisch.

Konntest du einer Situation nicht ausweichen, so erhöhe deinen Abstand soweit es nur geht. Wenn dich jemand beschimpft, beleidigt, bedroht, so steige nicht darauf ein, sondern schaffe dir eine Sicherheitszone. Es ist wie im Straßenverkehr, je mehr Abstand man zum Vordermann hat, desto mehr Zeit hat man zu reagieren und desto mehr Optionen hat man. 

Wenn du die Möglichkeit hast, bringe Barrieren zwischen dich und den Aggressor. Schon in der Grundschule haben sich deine Chancen bei Kriegen-/Fangen-/Ticken-Spiel deutlich erhöht, wenn du es hinter die Tischtennisplatte geschafft hattest. Das Prinzip ist gleich geblieben. Ist ein Tisch, Stuhl, Kundenstopper, Einkaufswagen, Fahrrad usw. in der Nähe, dann nutze es als Hindernis.

Versuche immer deine Fluchtoptionen im Auge zu behalten und entziehen dich der Situation, sobald die Gelegenheit besteht. Weglaufen ist immer die beste Lösung.

Wieso Weglaufen manchmal keine Option ist

Wie eingangs erwähnt, stehen wir zwar voll hinter der Aussage "laufe weg", aber die Idee, dass man immer weglaufen könne, hat ein paar Denkfehler. Gehen wir sie mal durch:

Problem #1: eingesperrt

Was ist, wenn du gerade in einem geschlossenen Raum bist, wie beispielsweise einem Zugabteil, in der S- oder U-Bahn, im Bus oder im Flugzeug - alle Türen sind zu, eine Flucht unmöglich. Bist du manchmal im Hamburger Nahverkehr unterwegs und fühlst dich unwohl? Dann weißt du wovon wir reden.

Vielleicht bist du auch im Fahrstuhl, im Treppenhaus, in einem kleinen Shop oder in einem Büro und der einzige Ausgang ist versperrt - weglaufen nicht möglich.

Manchmal ist es auch einfach nur zu voll, um wegzulaufen: im Club, am Bahnhof oder auf einem Volksfest - du bist umringt von Menschen und kommst nur schleppend voran. Auch hier kann weglaufen schwierig werden.

Bist du eine Frau und hast Angst vor Vergewaltigung? Wusstest du das 80 % der Opfer ihre Täter kannten und das 60 % der Vorfälle in Wohnungen passieren? Auch in einer Wohnung mag manchmal eine Flucht unmöglich sein.

Problem #2: Family and friends 

Selbst wenn du in der Öffentlichkeit unterwegs bist und theoretisch weglaufen könntest, so bist du doch nicht immer allein unterwegs. Du bist mit deiner Familie unterwegs, deinem Partner, deinen Eltern, Kindern, Freunden oder Kollegen. Selbst wenn du die richtigen Schuhe anhast, die ausreichende Fitness hast und schnell genug reagierst, so mag das nicht für alle gelten. Würdest du nun wirklich weglaufen, oder nicht vielmehr versuchen die anderen zu beschützen?

Problem #3: Fitness und Gesundheit

Weglaufen ist eine super Idee. Was ist aber, wenn der fitte, junge, dynamische Angreifer in seinen Turnschuhen schneller ist als du. Dann bist du nach ein paar Metern wieder in der gleichen Gefahr, nur jetzt mit weniger Puste.

Wenn jemand sagt: "Ich würde einfach weglaufen!", so geht er davon aus, dass er gerade gesundheitlich voll auf der Höhe ist, einen guten Fitness-Stand hat, keine Zerrung, Verstauchung, schwere Männergrippe oder sonstige Gebrechen mit sich herumschleppt.
Zu guter Letzt müssten wir noch die passenden Schuhe anhaben und dürfen nicht viel älter sein, als unser Gegenüber. Viele Wenns und Abers ...

Problem #4: Überraschung

Die Idee, einer Gefahr zu entfliehen, bedingt, dass wir die Gefahr wahrnehmen, solange wir noch einen gewissen Abstand haben. Dann könnte man schnell abdrehen und weglaufen. Allerdings sind nicht alle Gefahren so offensichtlich. Wusstest du, dass ein Großteil aller Opfer von Überfällen davon berichtet, dass der Täter „aus dem Nichts“ gekommen ist? Das ist natürlich nicht wörtlich zu verstehen, aber es zeigt, wie unaufmerksam wir dann doch oftmals sind.

Täter suchen Opfer, keine Gegner. Daher schauen sich Täter ihre potenziellen Opfer im Vorfeld sehr genau an. Unaufmerksamkeit ermöglicht einen Überraschungseffekt und ist ein Jackpot für Täter.

Dann gibt es auch noch Gefahrensituationen, die sich überraschend entwickeln, die man gar nicht hätte voraussehen können. Ein eskalierender Streit mit einem cholerischen Kunden, ein Streit auf der Straße mit einem Rad- oder Autofahrer usw.

Zu guter Letzt gibt es noch den Attentäter oder einen geistig verwirrten Menschen, der in einer Menschenmenge wahllos auf andere einsticht. Da man das kaum vorher spürt, gibt es auch oft erst spät warnende Rufe. Bis dahin haben manchmal schon ein Dutzend Leute Verletzungen erlitten. Auch so ein Angriff ist schwer vorherzusehen, und damit fällt Weglaufen auch hier weg.

Was du tun kannst um deine Sicherheit zu erhöhen

Es bleibt dabei: Laufe weg, wenn du kannst.

Wie du nun aber gelernt hast, ist Weglaufen oftmals keine Option. Um nochmal auf das Beispiel Straßenverkehr zurückzukommen: Sich auf das Weglaufen als Lösung zu verlassen ist so, als wenn man ohne Sicherheitsgurt und Airbag Autofahren würde und sagt: "Wenn ein Hindernis kommt, würde ich immer ausweichen." Ja, eine gute Übersicht und Abstand können Unfälle verhindern. Kommst du aber in eine Situation, in der ein Unfall unvermeidlich für dich ist, so hast du hoffentlich einen Sicherheitsgurt und Airbag, die das Schlimmste verhindern. 

Bei deiner persönlichen Sicherheit ist es das Gleiche: Wenn du deine körperliche Unversehrtheit nicht nur vom Faktor Glück abhängig machen möchtest, dann brauchst du ein echtes Sicherheitssystem. Lerne dich zu schützen, lerne Selbstverteidigung, geh ins Krav Maga Training. Das soll keine Alternative zum Weglaufen sein. Betrachte das Krav-Maga-Training als deinen persönlichen Airbag. Du hoffst, ihn niemals zu brauchen, es ist aber definitiv ein gutes Gefühl einen zu haben.

So kannst du starten

Mache einfach mal eine Probestunde in einer guten Krav Maga Schule. Aber woran erkennt man eine gute Sportschule?

Bei uns in der ACADEMY Sportschule in Hamburg sind Einsteiger jederzeit herzlich willkommen und nicht nur toleriert. Viele trauen sich nicht in eine Kampfsportschule, weil sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Das ist verständlich und solche Sportschulen können schon sehr unterschiedlich sein. Gäste, die das erste Mal bei uns in der ACADEMY Sportschule waren, berichtent hinterher meistens, dass alle ihre Bedenken völlig unnötig waren und sie überrascht waren, wie herzlich der Umgang untereinander ist, wie viel die Leute Lachen, Spaß haben und sich gegenseitig unterstützen und motivieren.

Ein anderer wichtiger Faktor für eine gute Schule sind die Qualifikationen der Trainer:innen. In der ACADEMY erwarten dich Krav Maga Experten mit langjähriger Erfahrung. Zudem sind wir dem Deutschen Krav Maga Verband (DKMV) angeschlossen und bilden unsere Trainer regelmäßig fort. Unser Cheftrainer ist in der Technischen Kommission des DKMV, ist Autor des Fachbuches Knife Surival - Taktische Eigensicherung gegen Messerangriffe bundesweit und international bekannt und gibt Sicherheitsschulungen in Firmen, Behörden und Schulen.  

Wer in Hamburg mit Krav Maga anfangen möchte, ist hier genau richtig.

Melde dich einfach an und trainiere mal mit. Du wirst sehen, es wird dir Spaß machen. 

Ist dein Interesse geweckt? Dann klicke hier und vereinbare gleich einen Termin.