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Boxen, Kickboxen, Grappling, Stockkampf, Messerabwehr uvm. - alles in einer Kampfkunst. 

 

Der 10-Kampf unter den Kampfsportarten

Kampfsportarten gibt es viele. Manche haben sich aufs Schlagen und Treten spezialisiert, andere aufs Werfen und den Kampf am Boden und wieder andere auf Waffen.

Gibt es aber eine Kampfkunst, die die gesamte Bandbreite trainiert – quasi den 10-Kampf der Kampfkünste?

Ja, die gibt es. Sie heißt Kali.

Kali – was soll das sein?

Jeder hat schon von Boxen, Kickboxen, Judo und Karate gehört, aber Kali?

Geht es dir auch so? Dann geht es dir wie vielen Menschen.

Was wirklich schade ist, denn Kali ist ein echte Juwel unter den Kampfkünsten.

Kali, Arnis oder Eskrima sind Oberbegriffe für verschiedene philippinische Kampfkünste, häufig zusammengefasst unter dem englischen Begriff FMA – Filipino Martial Arts.

Viele Namen, ein ungewöhnlich vielseitiges Trainingskonzept.

In Sicherheitsfachkreisen, bei Polizei und Militär, ist Kali schon lange sehr bekannt, denn es gilt als äußerst effektives Selbstverteidigungssystem. Auch in der zivilen Welt erfreut sich Kali einer zunehmenden Beliebtheit – zu recht.

Kali ist quasi der 10-Kampf unter den Kampfkünsten.

Wenn Du Boxen oder Kickboxen lernen willst, findest du im Kali entsprechende Elemente. Auch in einem Gerangel oder am Boden willst du die Kontrolle behalten – dies ist ebenfalls Teil des Kali-Trainings. Wenn es um Selbstverteidigung geht, ist Kali eines der top Systeme. Verteidigung gegen Messer? Hier gilt Kali als so effektiv, dass sich regelmäßig Sicherheitsexperten durch Kali Lehrer weiterbilden lassen. Dann ist da noch das Training mit einem oder zwei armlangen Stöcken in den Händen, das ist die wohl bekannteste Disziplin des Kali, weil es den augenscheinlichsten Unterschied darstellt.

Wenn jemand überhaupt schon einmal etwas von Kali gehört hat, kommt deshalb häufig der Satz: „Das sind doch die mit den wirbelnden Stöcken, oder?“

Ja. Auch.

Aber die Stöcke sind nur ein Teil des Ganzen.

Ron Balicki, ein international sehr bekannter Kampfkünstler, der in vielen Stilen zuhause ist, wurde einmal in einem Interview gefragt für welche Kampfkunst er sich entscheiden würde, wenn er nur noch eine einzige machen dürfte. Er hat daraufhin geantwortet: „Kali, denn dann könnte ich alles weitertrainieren.“ Diese Aussage beschreibt sehr schön, was Kali so faszinierend macht: die enorme Vielseitigkeit.

Wer eine spannende Reise sucht, ständig neue Herausforderungen mag – für Kopf und für Körper – und ein vielseitiges Training möchte, ist im Kali goldrichtig.

Was macht Kali zu einer effektiven Kampfkunst?

Kann man sich mit Kali auch verteidigen?

Ja, definitiv.

Zum einen bringt die Vielseitigkeit des Systems eine hohe Anpassungsfähigkeit mit sich. Aber das eigentlich Besondere am Kali liegt noch woanders.

Das Trainingskonzept der philippinischen Kampfkünste unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von vielen anderen Kampfkünsten: Es ist ein waffenbasiertes Prinzipientraining.

Waffen? Jetzt denkst du vielleicht an mittelalterliche Waffen und fragst dich, was daran heute genial sein soll. Schließlich läuft heute kaum jemand mit einem Schwert durch die Stadt.

Du hast völlig recht, denn das ist nicht der Punkt. Es geht vielmehr darum:

Kali ist nicht technikbasiert, sondern prinzipienbasiert.

Du lernst im Kali nicht für hundert verschiedene Situationen hundert verschiedene Techniken.

Du lernst Bewegungs- und Kampfprinzipien, die sich auf ganz unterschiedliche Situationen übertragen lassen.

Und genau hier wird das Training mit Waffen interessant.

Hättest du im Mittelalter einem Ritter erzählt, er soll sich unbewaffnet seinem Gegner stellen, hätte er dich für verrückt erklärt. Unbewaffnet kämpft man nur, wenn man keine Waffe und keinen Schild mehr zur Hand hat.

Schauen wir in die heutige Zeit:

Polizisten absolvieren Nahkampftraining. Gleichzeitig verfügen sie über verschiedene Einsatzmittel, beispielsweise Pfefferspray, Schlagstock, Taser oder Schusswaffe.

Warum?

Weil Hilfsmittel die persönliche Sicherheit der Einsatzkräfte deutlich erhöhen, wenn eine Situation gefährlich wird.

Im Prinzip hat sich daran über die Jahrhunderte nicht viel verändert.

Wenn du dich in einer gefährlichen Situation schützen musst, bist du nicht darauf beschränkt, ausschließlich deine Hände einzusetzen. Je nach Situation können Gegenstände oder die Umgebung eine Rolle spielen.

Ein Stuhl. Ein Tisch. Ein Regenschirm. Ein Rucksack.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: „Welche Technik kann ich?“

Sondern auch: „Was passiert gerade um mich herum – und welche Möglichkeiten bietet mir meine Umgebung?“

Genau hier setzt Kali an. Und das wirklich Geniale daran ist nicht der Einsatz von Gegenständen. Es ist das Prinzip dahinter:

Ein Bewegungsprinzip – viele Anwendungsmöglichkeiten.

Das Besondere am Kali – der prinzipienorientierte Ansatz

Du lernst im Kali beispielsweise zunächst ein Schlagmuster mit zwei Stöcken.

Natürlich geht es dabei nicht darum, später ständig zwei Stöcke mit dir herumzutragen.

Das Training mit zwei Stöcken hat einen anderen Zweck:

Du trainierst Konzentration, Koordination, Rhythmus und Bewegungspräzision. Beide Seiten des Körpers werden gefordert und du lernst, dich mit unterschiedlichen Bewegungsmustern sicher zu bewegen.

Danach übst du dieselbe Bewegung mit nur einem Stock – beispielsweise symbolisch für einen Ast oder einen Regenschirm.

Schnell beherrschst du die Bewegungen schnell mit der rechten wie auch der linken Hand, denn du hast durch das Doppelstocktraining automatisch auch deinen schwachen Arm immer mittrainiert.

Anschließend kann dieselbe Bewegung auch mit einem kleineren Gegenstand trainiert werden, von der Größe eines Kugelschreibers, Handys oder Schlüsselbund.

Und schließlich machst du das Gleiche ohne Gegenstand in den Händen.

Der Angreifer kann dabei ebenfalls bewaffnet sein – beispielsweise mit einem Stock oder einem anderen Gegenstand – oder unbewaffnet angreifen.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

Das zugrunde liegende Bewegungsprinzip bleibt dasselbe.

Ganz egal, ob beide etwas in der Hand haben, nur der Angreifer, nur du selbst oder aber keiner von beiden – du arbeitest mit den gleichen grundlegenden Prinzipien.

Ein Bewegungsprinzip. Unzählige Anwendungsmöglichkeiten.

Das ist prinzipienorientiertes Kampfkunsttraining. Das ist Kali.

Mit zunehmendem Verständnis erkennst du immer mehr Potenzial in diesem Ansatz.

Du beginnst, deine Umgebung anders wahrzunehmen. Nicht im Sinne von „Überall sind Gefahren und alles muss zur Waffe werden“, sondern im Sinne von:

Ich kann mich sicher fühlen, denn nahezu überall sind Hilfsmittel in meiner Nähe.

Der Teelöffel im Café. Die Gabel oder der Salzstreuer im Restaurant. Der Kugelschreiber auf dem Schreibtisch. Deine Wasserflasche im Bus. Der Schlüsselbund an der Haustür. Ein kleiner Ast am Wegesrand beim Joggen. Jeder dieser Gegenstände hat härtere Kanten, Ecken und Spitzen als deine Hand, und durch die zumeist punktuelle Aufschlagfläche, erhöht sich die Wirkung deiner Körperkraft – sie alle sind effektive Kraftverstärker.

Und hast du nichts zur Verfügung, müssen es eben die Hände sein.

Auch dann greifen die gleichen Bewegungsprinzipien.

Das ist es, was Kali so besonders macht.

Du lernst aber nicht nur Gegenstände für dich zu nutzen, sondern Umgebung, Distanz, Gegenstände und Bewegungsmöglichkeiten bewusst wahrzunehmen und in die eigene taktische Entscheidung einzubeziehen.

Kali – nicht nur Technik, sondern auch Taktik

Egal ob Polizisten, Soldaten oder Feuerwehrleute – sie alle begeben sich in Gefahren und sie alle wissen, dass eine gute Taktik den entscheidenden Unterschied machen kann.

Taktik retten Leben.

Ohne Taktik zu agieren heißt zu improvisieren. Das ist fehleranfällig und kann gefährlich werden.

Komischerweise ist diese Denkweise in vielen Kampfkünsten verloren gegangen. Oftmals werden nur Techniken vermittelt: „Wenn A passiert, mach B.“

Im Kali geht man einen anderen Weg:

  • Umgebungswahrnehmung
  • das Erkennen von Gefahren
  • Distanzkontrolle
  • frühzeitige taktische Entscheidungen
  • das Nutzen von Barrieren
  • das Einbeziehen der Umgebung
  • das situationsgerechte Handeln
  • Technik, natürlich, aber bitte angepasst an das Level der Eskalation, gemäß der Erforderlichkeit im Notwehr-Recht.

Genau diese Verbindung von Technik und Taktik macht das Training so interessant.

Kali, die Kampfkunst für Anfänger und Kampfkunst-Profis

In kaum einer anderen Kampfkunst gibt es so viele Quereinsteiger aus anderen Kampfkünsten wie im Kali.

Fortgeschrittene und sogar Schwarzgurte, die in ihrer ursprünglichen Kampfkunst bereits viel erreicht haben, beginnen im Kali noch einmal ganz von vorne. Das ist bemerkenswert und ein echter Ritterschlag für diese Kampfsportart.

Viele dieser Menschen haben auf einem Seminar oder Lehrgang erste Kontakte zu Kali bekommen. Durch ihre eigene langjährige Erfahrung können sie das Potenzial des Systems häufig schnell erkennen.

Manche trainieren Kali anschließend als Ergänzung zu ihrer bisherigen Kampfkunst. Andere sind so begeistert, dass Kali fortan zum Schwerpunkt ihres Trainings wird.

Und genau das macht einen Teil des Reizes aus:

Du kannst mit Kali als Anfänger beginnen – und selbst nach Jahrzehnten im Kampfsport immer noch neue Dinge entdecken, es ist so vielseitig und detailreich – das macht einfach Spaß.

Verschaffe dir einen Einblick

Wenn du in Hamburg oder im Umland lebst und Kali einmal selbst kennenlernen möchtest, gibt es dafür eine top Adresse:

die ACADEMY Sportschule Hamburg.

Marcus Ruddies, der Inhaber der Schule, ist einer der bekanntesten Kali-Lehrer Deutschlands. Er ist Präsident der Filipinio Fighting Arts Association, hat Trainergrade in diversen philippinischen Kampfkünsten und auch anderen Kampfsportarten, ist Autor des Buches „Knife Survival – Taktische Eigensicherung gegen Messerangriffe“ und betreibt die größte Online-Lernplattform für FMA weltweit. Über diese Plattform trainieren Menschen aus aller Welt online Kali bei Marcus – du kannst es persönlich haben.

Für alle, die abends nur noch den Kopf anschalten wollen, sich einfach auspowern wollen, ist vielleicht Boxen, Kickboxen oder Krav Maga die bessere Wahl – all das gibt es auch in der ACADEMY.

Für alle, die eine traditionelle Kampfkunst und moderne Selbstverteidigung in einem suchen, die Kopf und Körper gleichermaßen fordern wollen, die Spaß am Lernen und Details haben, für die ist Kali genau richtig.

Möchtest du erst einmal eine Vorstellung bekommen, wie Kali aussieht? Das ist verständlich, aber schwierig in Worte zu fassen. Zum Glück gibt es YouTube.

Auf dem FMA365-Kanal findest du über 80 Clips, wo du Kali und Marcus in Action sehen kannst:

FMA365 auf YouTube

Wenn du danach Lust bekommen hast, es einmal selbst auszuprobieren:

Komm in der ACADEMY vorbei und mach ein Probetraining.

Du brauchst keine besondere Fitness, keinerlei Vorkenntnisse und keine Ausrüstung. Einfach ausprobieren.

Vielleicht entdeckst du dabei eine Kampfkunst für dich, von der du bisher zwar noch nie gehört hast – die dich aber länger begleiten wird, als du heute denkst.